Auch wenn sie in Hinblick auf den Beginn der Auszahlung einer starren Regelung folgt – sie ist fest an den Rentenbeginn gebunden und kann frühestens ab dem 61. Lebensjahr ausgezahlt werden –, ist die Riester-Rente eine sehr flexible Form der privaten Altersvorsorge.

Flexibilität nach Beginn der Auszahlungsphase

Anders sieht es allerdings nach Beginn der Auszahlungsphase aus, denn hier herrscht eine recht hohe Flexibilität!

Da Riester-Sparer sich nur 70 % des angesparten Vermögens als Leibrente auszahlen lassen müssen, bleiben 30 % über die sie frei verfügen können. Die Anleger haben ein Kapitalwahlrecht, das bedeutet, dass man sich diesen Teil der Riester-Rente auch in einer Summe auszahlen lassen kann.

Finanzierung von Wohneigentum

Da die Riester-Rente als Altersvorsorge konzipiert ist, kann das Guthaben nicht beliehen werden. Das angesparte Geld kann nicht nach Belieben entnommen werden.

Eine Ausnahme dieser Regelung ist die Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum: Wer bauen oder in eine Immobilie investieren möchte, kann dafür auf sein Riester-Guthaben zugreifen, denn eine Immobilie ist eine wichtige Säule der Altersvorsorge.

Anpassungsfähige Beitragsgestaltung

Ebenfalls flexibel gestaltet ist die Riester-Rente bezüglich der Beiträge. Diese können jederzeit angepasst werden, auch Sonderzahlungen sind grundsätzlich möglich. Eine pauschale Regelung besteht hier jedoch nicht, die genauen Bedingungen sind immer von der Bestimmung des jeweiligen Anbieters abhängig.

Herkömmliche Lebensversicherungen müssen im Falle einer längeren Arbeitslosigkeit eingesetzt werden, ehe der Bezug  von Hartz IV möglich ist. Eine Riester-Rente hingegen ist auch bei drohender Pfändung sicher. Denn die gesetzliche Regelung sieht vor, dass dem Riester-Geförderten die eingezahlten Beiträge mit Eintritt in den Ruhestand auf jeden Fall zur Verfügung stehen müssen.