Rentenoptimierung: Rürup für Beamte

Die Pensionen von Beamten sind sicher? Das war einmal. Auch dort sollen Rentenbezüge gekürzt werden – da geht es den Beamten nicht besser als den „normalen“ Arbeitnehmern. Eine Möglichkeit, zusätzlich zur Pension ein paar Euro mehr im Alter zur Verfügung zu haben, ist die Rürup-Rente. Vor allem für besserverdienende Beamte rechnet sich die Basisrente.

Jedoch sollten Beamte nicht aus dem Blick verlieren, dass für sie bei der steuerlichen Absetzbarkeit andere Regeln gelten als für Selbständige und Freiberufler. Konkret bedeutet das: Der Betrag, den man als Beamter im Rahmen der Rürup-Rente bei der Steuer geltend machen kann, ist nicht so hoch wie bei Selbständigen. Und dennoch rechnet sich ein Rürup-Vertrag.

Steuerliche Voraussetzungen für Beamte

Als Beamter hat man einen Anspruch auf Versorgung im Alter. Auch wenn man keinen eigenen Beitrag zur Altersvorsorge entrichten muss. Daraus folgt, dass man bei einem alleinstehenden Beamten auch nicht (wie im Falle von Arbeitnehmern) einen konkreten Prozentsatz von den maximalen 20.000,- € abziehen kann, um so die steuerliche Absetzbarkeit zu ermitteln. Stattdessen wird dieser Betrag in fiktiver Höhe angesetzt.

Alte Bundesländer im Vorteil

Für Beamte in den alten Bundesländern ist die Rürup-Rente besonders lukrativ. Denn dem Höchstbeitrag, den man als Beamter zur Basisrente leisten darf, wird die Beitragsbemessungsgrenze Ost zugrunde gelegt. Das bedeutet: Westdeutsche Beamte können höhere Beiträge zur Rürup-Rente leisten als ihre ostdeutschen Kollegen.  Und profitieren logischerweise auch von höheren Steuerersparnissen.

Wie man sieht, ist es also keineswegs so, dass der Abschluss einer Rürup-Rente für Beamte keinen Sinn macht. Ganz im Gegenteil. Sie profitieren ebenfalls von den Steuerersparnissen, die dank der der Zusatzrente möglich sind. Besonders lohnend ist die staatlich geförderte Altersvorsorge übrigens dann, wenn man zusätzlich eine Riester-Rente abschließt – denn Beamte gelten als unmittelbar förderberechtigt.